rus eng  
  Comapny Projects To investors Press-centre Career Tenders Contacts  
 
Home    E-mail    Site map Search
 
 




Company news News archive Articles Articles archive Gallery Subscribe

Press-centre

Articles
17.10.2008 Russland: „Staat halt Nachfrage nach Wohnungen aufrecht“, Die Presse, October 2008

Die Renova Stroygroup errichtet Trabantenstädte in Russland. In der Krise setzt man auf den Staat.
Wien. „Natürlich spüren auch wir die Finanzkrise“, sagt Veniamin Golubitsky. Er ist Geschäftsführer der Renova Stroygroup, die riesige Stadtviertel in Russland errichtet. Und er hat große Pläne: Im kommenden Frühjahr sollen die ersten 3000 Menschen in die „Akademia City“, einen neuen Stadtteil der russischen Metropole Jekaterinburg, ziehen. Bis 2015 sollen 160.000 Personen dort wohnen, in zwanzig Jahren schließlich 350.000. Die Renova Stroygroup wird 29 Mrd. Dollar (20,95 Mrd. Euro) investieren.
Strabag mit an Bord
Das Unternehmen ist Teil des Imperiums des Oligarchen Viktor Vekselberg, der über seine Renova auch Anteile am Aluminiumhersteller Rusal, dem britisch-russischen Joint Venture TNK-BP und den Schweizer Technologiekonzernen Sulzer und Oerlikon hat. Beim Akademia-Projekt ist auch die Strabag mit an Bord.
Ansonsten kommen aus Russlands Bauwirtschaft derzeit weniger erfreuliche Meldungen: Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg droht die Krise das Olympische Dorf für die Sommerspiele 2012 auszubremsen: Verhandlungen um die Finanzierung des Projekts, das der australische Immobilienentwickler Lend Lease erbaut, verzögern sich. Auch die Strabag und ihr Russland-Partner Basic Element, dessen Chef Oleg Deripaska in finanzielle Engpässe geraten ist, haben kürzlich ein milliardenschweres Zement-Joint-Venture für die GUS auf Eis gelegt.
Golubitsky gibt sich gelassen: „Russland kann sich der Finanzkrise nicht entziehen, am Bau- und Immobilienmarkt schaut das aber anders aus.“ Am Zeitplan für die Akademia City will er daher festhalten. „Möglicherweise werden wir ein paar Projekte nicht so schnell abverkaufen wie ursprünglich geplant“, räumt er ein. „Aber wir sind da flexibel.“ Auf der Immobilienmesse Expo Real in München sah er sich nach Investoren um. Dass die Krise ausländische Geldgeber nachhaltig aus Russland vertreiben wird, fürchtet er nicht: „Wohin sollen sie sonst gehen?“ Die Statistik gibt ihm vorerst recht: Im ersten Halbjahr 2008, als die Immobilieninvestitionen in die meisten Regionen deutlich einbrachen, wuchsen die Geldströme nach Russland sogar noch.
Golubitsky ist überzeugt, dass das so bleiben wird: „Bei uns gibt es enormen Nachholbedarf. Viele Leute leben unter sehr schlechten Bedingungen“, sagt er. Doch haben diese Leute auch die Kaufkraft, um den russischen Immobilienmarkt zu stützen, falls die ausländischen Investoren in den nächsten Monaten ausbleiben? Das brauchen sie nicht, meint Golubitsky. „Die Regierung hat angekündigt, dass sie die Wohnsituation verbessern will, und errichtet jede Menge Sozialwohnungen.“
Der russische Staat nimmt für Stadtviertelprojekte viel Geld in die Hand. Er garantiert für Kredite, gewährt auch selbst zinsfreie Darlehen und beteiligt sich an den Kosten für die Infrastruktur (Straßen, Autobahnen, Wasserleitungen, Elektrizitätsversorgung). „Das ist in der aktuellen Lage sehr wichtig“, bestätigt Golubitsky.
Trabantenstadt im Ural
Demnächst startet die Renova Stroygroup ein zweites Stadtentwicklungsprojekt: Bei Tscheljabinsk, einer Industriestadt im südlichen Ural, soll um neun Mrd. Dollar die Trabantenstadt „Sunny Valley“ für 120.000 Menschen entstehen. „Wie schnell das Projekt vorankommt, hängt auch von der Entwicklung der Finanzkrise ab“, sagt Golubitsky. „Wir hoffen, dass sich die Situation 2010 beruhigt.“





Back to the list



Copyright © 2006 "RENOVA-STROYGROUP". All Rights Reserved.